Streifzug mit der App DB Ausflug
Kulturspaziergang durch die Elbstadt Dresden

Dresden, auch liebevoll "Elbflorenz" genannt, quillt geradezu über vor Kultur: Mehr als 50 Museen liegen dicht an dicht, von A wie Albertinum bis Z wie Zwinger.

Anja Upmeier ©
Anja Upmeier ©

Bei einem Rundgang durch die Altstadt stoßen Sie auf ein geschichtsträchtiges Gebäude nach dem anderen. Wählen Sie aus dem großen Angebot die Ausstellung, die Sie am meisten interessiert, und genießen Sie das besondere Flair der sächsischen Hauptstadt an der Elbe. Wer schon einmal original Dresdner Stollen kosten möchte, schaut im Traditionscafé Kreutzkamm vorbei oder auf dem berühmten Striezelmarkt, der am 28. November eröffnet.

Ihr Ausflug führt Sie als erstes in das Stadtmuseum Dresden. In vier Sälen stellen Ihnen mehr als 1.000 Exponate, Medienstationen und Filminstallationen die über 800-jährige Stadtgeschichte vor. Wenig später erreichen Sie den Neumarkt mit der im Zweiten Weltkrieg zerstörten, bis 2005 wiedererrichteten Frauenkirche. Das Albertinum, im 16. Jahrhundert als Zeughaus erbaut, beherbergt heute statt militärischer Waffen Kunstwerke vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart, von Caspar David Friedrich bis Gerhard Richter. Flanieren Sie nun ein Stück am winterlichen Elbufer entlang, vorbei an den Brühlschen Terrassen, die sich der umtriebige Graf Brühl im 18. Jahrhundert als Lustgarten anlegen ließ. Ihr Weg führt Sie weiter zur Semperoper am Theaterplatz, eines der schönsten Opernhäuser weltweit, und zum Dresdner Zwinger. Nehmen Sie sich Zeit für die Gemäldegalerie Alte Meister mit der Sixtinischen Madonna oder für die umfangreiche Porzellansammlung. Damit ist Dresdens Kulturprogramm noch lange nicht vorbei. Nach einer Stärkung in einer der zahlreichen Gaststätten erreichen Sie das Residenzschloss.

Ende des 15. Jahrhunderts als sächsisches Machtzentrum erbaut, ließ man es nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges bis 2013 als Museumskomplex rekonstruieren. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden präsentieren darin die beeindruckenden Exponate aus den Schatzkammern der Kurfürsten und Könige. Vorbei am Kulturpalast im modernistischen Stil der DDR, 2017 nach Rundumsanierung neu eröffnet, kommen Sie zurück zum Altmarkt. Ab dem 28. November liegt er im Lichterglanz des Striezelmarktes. Handgefertigten Stollen können Sie auch im Traditionscafé Kreutzkamm probieren. Vorfahre Heinrich J. Kreutzkamm war immerhin Königlicher Hofkonditor. Derart auf die Adventszeit eingestimmt, begeben Sie sich zurück zum Hauptbahnhof und in die bequemen Sitze der Regionalbahn.

Martina Göttsching

VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Klut/Estel ©

Ostdeutsche Kunst im Albertinum

VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Klut/Estel ©

In der Reihe Focus Albertinum steht aktuell die Kunst in der DDR im Vordergrund. Den Besuchern bietet sich ein spannender Einblick in die Bestände ostdeutscher Malerei und Skulptur: Werke von Wolfgang Mattheuer (Foto), Karl-Heinz Adler, Rudolf Bergander, Wieland Förster, Hubertus Giebe, Christine Schlegel, Petra Kasten, Harald Hakenbeck, Ernst Hassebrauk, Angela Hampel, Bernhard Heisig, Theodor Rosenhauer, Werner Tübke, Walter Womacka und vielen anderen vermitteln einen Eindruck von der Vielfalt der Kunst, die in der DDR entstand.

albertinum.skd.museum

584. Striezelmarkt

Der Striezelmarkt, laut Urkunde von 1434 einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands, eröffnet am 28. November um 16 Uhr. Bis Heiligabend um 14 Uhr können Besucher täglich Pfefferkuchen und Stollen naschen, fein geschnitztes sächsisches Kunsthandwerk erwerben, Blechbläsern und Chorsängern lauschen und die fest- liche Atmosphäre genießen.

striezelmarkt.dresden.de
Sylvio Dittrich ©

Fürstliche Schätze im Residenzschloss

Sylvio Dittrich ©

Das Residenzschloss ist heute das Zentrum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Ein Großteil der Bestände stammt aus den Kunstkammern der sächsischen Kurfürsten und Könige, die ab 1485 hier lebten und von hier aus das Land regierten. Meisterwerke der Juwelier- und Goldschmiedekunst präsentiert das Historische Grüne Gewölbe, Schätze aus Renaissance und Barock das Neue Grüne Gewölbe, Prunkwaffen und -gewänder die Rüstkammer, historische Münzen das Münzkabinett. Das Kupferstich-Kabinett zeigt Kunst auf Papier aus acht Jahrhunderten, von Lucas Cranach und Albrecht Dürer über Käthe Kollwitz und Pablo Picasso bis zu Gerhard Richter und Wolfgang Tillmanns.

skd.museum/besuch/residenzschloss

Anreise

Hinfahrt: z.B. um 9.18 Uhr mit RE 5 ab Berlin Hbf, ab Elsterwerda weiter mit RB 31 bis Dresden Hbf
Rückfahrt: z.B. um 19.08 Uhr mit RB 31 ab Dresden Hbf
Fahrzeit: ca. 3 Stunden 25 Minuten

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